Verlust einer Niere nach endoskopisch durchgeführter radikaler Tumoroperation

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 02/2009 Einleitung In jüngster Zeit setzen Viszeralchirurgen, Urologen und Gynäkologen die Laparoskopie zunehmend bei Tumoroperationen ein. Trotzdem gilt diese Methode bislang bei den meisten infrage kommenden Tumorentitäten noch nicht als Standard unter Berücksichtigung der Kontraindikationen und des Tumorstadiums aber vielfach als gleichwertiges Alternativverfahren. In der Gynäkologie gewinnt die diagnostische Laparoskopie darüber

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Diagnoseverzögerung des Paget-Karzinoms der Brust

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 08/2003 Einleitung Das meist einseitig auftretende Paget-Karzinom der Brust geht von den Drüsenausführungsgängen und brustwarzennahen Milchgängen aus und breitet sich sowohl auf die Haut der Mamille als auch intrakanalikulär deszendierend weiter aus. In allen Fällen mit Nachweis der Paget-Zellen in der Mamillenhaut ist davon auszugehen, daß sich dahinter ein intraduktales oder

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Läsion des N. thoracicus longus bei axillärer Lymphonodektomie

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 05/2003 Im Oktober 1996 wurde bei der 54jährigen Patientin bei unauffälligem Palpationsbefund mammographisch ein suspekter Verdichtungsherd im oberen äußeren Quadranten der rechten Mamma beschrieben. Nach vorheriger röntgenologischer Lokalisation wurde der Befund in einer gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung entfernt. Die histologische Schnellschnitt-Untersuchung ergab ein sechs Millimeter großes Karzinom, das im Gesunden entfernt war. Daher

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Nicht indizierter Eingriff an der Brust bei Mastitis nonpuereralis

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 11/2006 Bei einer 42-jährigen Frau wurde im Jahre 2004 in der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung eines Kreiskrankenhauses wegen zunehmender Schmerzen an der rechten Brust ein mamillenferner, zwerghuhneigroßer Tumor aus dem oberen inneren Quadranten entfernt. Die zuvor durchgeführte Mammographie hatte zystische bzw. pseudozystische Strukturen mit zarten Wandverkalkungen ohne Anhalt für Bösartigkeit gezeigt. Aus der

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Unnötige Mastektomie wegen falscher Schnellschnittdiagnose

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 10/2005 Einleitung Die Schnellschnittuntersuchung an Kryostatschnitten hat nach wie vor ihren Stellenwert in der onkologischen Chirurgie. Die Qualität von Gefrierschnitten erreicht aber methodenbedingt nicht die Qualität von in Paraffin fixiertem Material. Vor diesem Hintergrund muß sehr genau überlegt werden, wann eine Diagnose anhand der Schnellschnittuntersuchung gestellt werden soll, insbesondere dann, wenn

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Das Unterschenkelkompartmentsyndrom als operativer Lagerungsschaden

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 10/2004 Einleitung Das Unterschenkelkompartmentsyndrom tritt in der Regel nach langdauernden Operationen über drei bis vier Stunden und mit Beinhochlagerung auf. Alle operativen Fachgebiete können betroffen sein, insbesondere die kolorektale Chirurgie, die Gynäkologie, die Urologie, die Unfallchirurgie. (Müller-Vahl H., Compartment-Syndrom, In: Hopf HC, Poeck K, Schliack H (Hrsg): Neurologie in Praxis und

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Ureter-Ligatur bei Sectio caesarea

Ureter-Ligatur bei Sectio caesarea (Die unterlassene intraoperative Ureter-Darstellung) Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 08/2000 Einleitung Bei postoperativ auftretenden Harnleiter-Komplikationen nach gynäkologischen Operationen besteht kein Zweifel am Kausalzusammenhang zwischen Schaden und Operation. Deshalb ist die Zahl forensischer Auseinandersetzungen nach Auftreten derartiger Komplikationen außerordentlich hoch. Bei der Sectio caesarea hingegen ist die Ureter-Laesion eine seltene Komplikation, die allerdings

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Doppelte Einlage von Intaruterinpessaren – fehlerhaft, jedoch ohne beweisbaren Gesundheitsschaden

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 11/2009 Einleitung Gelegentlich wird in der gynäkologischen Praxis in Unkenntnis eines bereits liegenden Intrauterinpessars (IUP, vulgo auch „Spirale“ genannt) ein zweites Pessar in der Gebärmutterhöhle platziert. Ursache dieses Irrtums sind subjektive Faktoren, wie Vergesslichkeit seitens Patientin beziehungsweise Arzt, häufiger Arztwechsel, mangelhafte Dokumentation oder unterlassene beziehungsweise inadäquate sonographische Diagnostik vor dem Eingriff.

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Harnleiterverletzung bei Adnexentfernung

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 03/2007 Einleitung Durch die engen Lagebeziehungen zwischen Genitalorganen und ableitenden Harnwegen besteht bei Eingriffen im kleinen Becken der Frau eine potentielle Verletzungsgefahr von Harnleiter und Blase. Da die Operationsebene oftmals nur wenige Millimeter vom Harntrakt entfernt liegt, muß sich der chirurgisch tätige Gynäkologe des Risikos einer Läsion ständig bewußt sein und

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Gynäkologie: Diagnoseverzögerung einer Harnleiterdurchtrennung

Erschienen im Niedersächsischen Ärzteblatt 07/2002 Eine 47-jährige Frau unterzog sich wegen eines faustgroßen mehrknolligen Uterusmyomatosus am 12.10.1999 einer abdominalen Hysterektomie. Aus dem Operationsbericht geht hervor, daß es beim Absetzen des Uterus von den Gefäßen zu einer starken Blutung aus großvolumigen Venen kam, so daß mehrere zusätzliche Umstechungen erforderlich waren. Eine Darstellung der Harnleiter ist im

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